Secrets Of The Moon – Antithesis

Abgelegt unter: Rezensionen — Daniel Finaske am 9. November 2006

Secrets Of The Moon – Antithesis CD-Cover Vor gut einem Jahr hätte ich mir sicher noch nicht vorstellen können, dass mir Black Metal mal so gut gefallen könnte. Dass dies mittlerweile so ist, mag einerseits vielleicht daran liegen, dass ich früher eh mal Hardrock/Metal gehört habe, andererseits liegt das ganz sicher auch an der musikalischen Qualität von Bands, die man auf Prophecy Productions bzw. deren Black Metal Division Lupus Lounge findet. Ob nun Helrunar, welche sich eher traditionellerem (Pagan) Black Metal widmen oder Secrets Of The Moon, die Black Metal in ihrer eigenen Art und Weise mit Hardcore und Progressive Elementen fortführen und um die es nun auch gehen soll.

Es wurde bereits im Vorfeld viel über “Antithesis” geredet, Erwartungen durch Sätze wie “… Scheitelpunkt des modernen Black Metal …” vom Label geschürt und man muss ihnen recht geben: diese Platte ist groß, könnte für mich persönlich gar zur Metal-Platte des Jahres werden und wird sicher auch in geraumer Zeit noch so einige Referenzen hinter sich herziehen.

Der erste Teil des Albums mit dem rein instrumentalen Opener ” Nowhere 11.18″ oder “Ordinance” kommt sehr direkt, energiegeladen und aggressiv rüber, wobei SOTM jedoch nie Wert auf grobes Rumgebolze legen. Diese Songs sollten auf jeden Fall zur Erhaltung des Haarschüttelkults beitragen. Nach den ersten drei Songs wird Antithesis atmosphärischer, dadurch auch weniger aggressiv, wartet aber dafür mit einigen sehr interessanten Überraschungen auf. “Seraphim Is Dead” wird im Refrain z.B. von einem Horn unterlegt, was dem Song ein unglaubliches Feeling verleiht. Oder “Ghost”, welches nach gut sechseinhalb Minuten zu Ende zu sein scheint, jedoch plötzlich komplett ausbricht und in ungeahnte Geschwidigkeiten gerät. “Exit”, der letzte Song auf “Antithesis”, kann ebenso überraschen, da er musikalisch eher an Alternativ-Rock mit Black-Metal Anleihen erinnert.

Der überaus gute Klang der Platte, Markus Stock vom Studio E sei Dank, rundet das Gesamtbild ab. Genauso wie die spielerische Qualität, die SOTM an den Tag legen. Insbesondere bei Schlagzeuger T. Thelemnar muss es wohl mit dem Teufel zugegangen sein. Da möchte man nicht von nahezu perfektem Drumming reden, das ist perfekt!

Was soll ich zum Abschluss noch schreiben? Dass diese Platte für Fans extremer Musik eine Kaufempfehlung darstellt! Nein, denn das sollte eigentlich bereits jeder vor dem Lesen des letzen Absatzes gemerkt haben.

Erscheinungsdatum: 15.09.2006
Plattenlabel: Lupus Lounge(Prophecy)/Soulfood
Website: www.sotm.de

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